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>> Was sind Aminosäuren
Alle Proteine setzen sich aus Aminosäuren zusammen. Es gibt im menschlichen Organismus 20 proteinbildende Aminosäuren. Weitere Aminosäuren üben andere wichtige Funktionen im Stoffwechsel aus, ohne jedoch an der Eiweissbildung teilzunehmen (z.B. Ornithin, Taurin). Proteine sind der einzige Stickstofflieferant für den Körper. Der Begriff Protein ist angelehnt an das griechische „protos“ (erster).
>> Funktion
Proteine und somit auch Aminosäuren üben unzählige wichtige Funktionen im Körper aus. Nachfolgend nur vereinzelte ausgewählt: - Bausteine der Muskulatur (Sakomere), erhalt und Aufbau von Sehnen, Bändern, Gewebe - Bausteine von Abwehrstoffen - Synthese von Strukturproteinen wie Haut, Haare, Nägel - Gesundheitsfördernde und leistungssteigernde Wirkung
>> Entbehrliche und unentbehrliche Aminosäuren
Man unterscheidet im Sportbereich zwischen entbehrlichen und unentbehrlichen Aminosäuren. Zweitere müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, da sie der Körper nicht aus anderen Aminosäuren herstellen kann. Leider ist diese Unterscheidung nicht immer zutreffend. So kann z.B. bei Stress-Situationen wie Erkrankungen, nach Operationen oder nach hartem Training der Bedarf an der entbehrlichen Aminosäure Glutamin derart stark ansteigen, dass auch sie unentbehrlich wird, weil sie der Körper nicht mehr in genügenden Mengen selbst synthetisieren kann.
>> Der Aminosäurepool
Man unterscheidet zwei Bereiche im Körper, in denen Aminosäuren vorkommen. Zum einen sind dies die Leber und die Muskulatur. Der zweite Bereich kann keinem „Körperteil“ zugeordnet werden. Dieser so genannte Aminosäurepool existiert in verschiedenen Körpergeweben und dient vorrangig als Aminosäurelieferant für den Proteinaufbau im Körper. Die Aminosäure Glutamin weist mit ca. 60% die mit Abstand höchste Konzentration dieses Pools auf. Schwankungen dieser Konzentration beeinflussen den Muskelauf- und Abbau. Die Zusammensetzung dieses Pools mit oraler Zugabe von einzelnen Aminosäuren zu beeinflussen ist nur in Ausnahmefällen möglich. Jedoch verhindert z.B. die Zugabe von Glutamin den Abbau von Glutamin im Aminsäurepool nach Verletzungen oder Intensivbelastungen. Die Zugabe verursacht also nicht eine höhere Konzentration als der normale Bereich von ca. 60%, jedoch verhindert sie einen Abfall, was negative Auswirkungen auf den Muskelaufbau zur Folge hätte.
>> Der Aminosäurebedarf im Sport
Kraft- und Ausdauersportler weisen aus unterschiedlichen Gründen einen erhöhten Eiweissbedarf auf. So werden bei einem Ausdauersportler z.B. die BCAAs Leuzin, Isoleuzin und Valin als Energielieferanten hinzugezogen, insbesondere dann, wenn die Glykogenspeicher zur Neige gehen. Ebenso werden Asparagin und Glutamin bei längerer Belastung zur Energiegewinnung im Muskel freigesetzt. Der Bedarf dieser Aminosäuren steigt also. Der Bedarf von Protein bei Kraftsportlern um eine positive Stickstoffbilanz zu gewährleisten, also in einem anabolen Zustand zu sein, ist unter dem Link Protein/Eiweiss beschreiben.
>> Spezifische Wirkung einzelner Aminosäuren
Die Wirkung einzelner Aminosäuren ist bei jedem Produkt beschrieben.
>> Aminosäuren oder Protein?
Der Einsatz von Aminosäurenpräparaten ist abhängig von der Form des jeweiligen Präparats. Die Kapsel- oder Pulverform garantiert eine schnellstmögliche Resorption, somit ist der Einsatz nach einem harten Training sinnvoll. Die Tablettenform ist aufgrund der längeren Verweildauer im Verdauungstrakt nicht zur Einnahme direkt nach dem Training geeignet, sondern dient als ständiger Aminosäurenlieferant über den Tag verteilt. Aminosäuren sind dann einem Protein vorzuziehen, wenn die Resorption schnellstmöglich gewährleistet werden soll. Ansonsten ist es vollkommen genügend, ein Proteinkonzentrat (Super Hi Pro 128, Whey Pro Stack) zu sich zu nehmen.
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