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ATP Die menschliche Muskulatur bezieht ihre Energie immer aus derselben Quelle. Die universelle „Batterie“ für alle Aktivitäten der Muskulatur heisst ATP (Adenosin-Triphosphat). Es handelt sich um eine Phosphatverbindung mit 3 Phosphat-Molekülen, die eine hohe Energieausbeute ermöglicht. Die ATP-Speicher reichen allerdings nur für 1-2 Sekunden. Danach müssen andere Energieträger vom Körper gespalten werden, um die ATP-Speicher fortlaufend wieder aufzufüllen.
Anaerob/Aerob Man unterscheidet primär die anaerobe (ohne Sauerstoff) und aerobe (mit Sauerstoff) Energiegewinnung. Im Krafttraining macht der Körper ausschliesslich von der anaeroben Energiegewinnung gebrauch, während eines Ausdauertrainings steht die aerobe Energiegewinnung im Vordergrund.
Die folgende Grafik zeigt, wie lange welche Energiequelle etwa anhält:

Kreatinphosphat Die Energieausbeute bei der Spaltung von Kreatinphosphat ist ähnlich effizient wie die direkte Nutzung von ATP. Hier wird ein grosser Nutzen der Kreatin-Supplementierung deutlich. Durch orale Zugabe von Kreatin werden die Kreatinphosphatspeicher in der Muskulatur maximal gefüllt. Somit dauert die effiziente Energiegewinnung aus den Kreatinphosphat-Speichern länger. Neben der Tatsache, dass diese Energiegewinnung äusserst effizient ist, besteht der Vorteil, dass während dieser Zeit kein Laktat als Abbaustoff anfällt.
Glykogen anaerob Sobald die Kreatinspeicher leer sind, kommen die Glykogenreserven (Kohlenhydrate im Muskel) zum Zug. Der Abbaustoff ist Laktat, welches das bekannte Brennen im Muskel verursacht. Es vermindert zudem die Leistungsfähigkeit und hat weitere negative Eigenschaften.
Glykogen aerob Nach ungefähr 45 Sekunden beginnt die aerobe Energiegewinnung. Es dauert einige Minuten, bis diese auf Hochtouren läuft. Vorteil dieser Energiegewinnung sind die unproblematischen Abbaustoffe Wasser und CO2.
Fett Nach ungefähr 30 Minuten (Abhänig von Trainingszustand der Person) werden zu den Glykogenreserven die Fettreserven als Energielieferanten hinzugezogen. Hier wird deutlich, dass es sinvoll ist, längere Ausdauer-Einheiten zu absolvieren, wenn Fettabbau das Ziel ist.
Eiweiss Neigen sich die Glykogenreserven dem Ende, wird Eiweiss und Fett als Energiequelle genutzt. Fett wird nie alleine als Energieträger genutzt, sondern nur in Kombination mit entweder Kohlenhydraten oder Eiweiss.
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