Aminosäuren
Aminosäuren sind die Bausteine aller Proteine. Daher werden Aminosäuren auch oft als die "Bausteine des Lebens" bezeichnet. Für den
menschlichen Organismus gibt es 20 proteinbildende Aminosäuren. Zahlreiche weitere Aminosäuren üben wichtige Funktionen im Stoffwechsel
aus, ohne jedoch an der Proteinbildung beteiligt zu sein. Freie Aminosäuren üben spezifische Wirkungen auf den menschlichen Körper aus.
Nebst der Eiweissbildung gilt es also für den Muskelaufbau, möglichst effizient von den unterschiedlichen Effekten einzelner Aminosäuren
zu profitieren.
Unentbehrliche und entbehrliche Aminosäuren
In der Biochemie werden Aminosäuren aufgrund ihrer Molekülstruktur und aufgrund ihrer Abbauform im Stoffwechsel eingeteilt. Für den Sportler
hilfreicher ist jedoch die Einteilung nach Bedeutung einer Aminosäure. Es bieten sich dabei zwei Kategorien an; Zum einen die unentbehrlichen Aminosäuren,
die zwangsläufig mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Zum anderen die entbehrlichen Aminosäuren, die der Körper auch aus anderen Aminosäuren
bilden kann.
Proteinverdauung
Bereits im Magen werden eingenommene Nahrungsproteine in kürzere Peptidketten gespalten. Dies geschieht durch die im Magen vorhandene
Salzsäure, sowie durch das Enzym Pepsin. Im weiteren Verdauungstrakt, dem Dünndarm und dem Zwölffingerdarm, werden die Peptide dann mit
Hilfe weiterer Enzyme in einzelne Aminosäuren gespalten. Transportmoleküle, sogenannte Carrier, sorgen dann für den Transport der Aminosäuren
ins Blut.
Aminosäuren im menschlichen Körper
Der Körper kann Aminosäuren in zwei Bereichen speichern. Zunächst kann hier die Leber als kurzfristige Reserve (ca. 24h) und die Muskulatur
als langfristige Reserve angesehen werden. Der zweite Bereich wird als Aminosäurepool bezeichnet. Diese relativ kleine Reserve kann keinem
bestimmten Organ zugeordnet werden, er existiert in verschiedenen Körpergeweben. Es handelt sich um freie Aminosäuren, die dem Körper zur sofortigen
Reaktion auf eintretende Umstände zur Verfügung stehen. Vorrangig dient der Pool als Lieferant für Aminosäuren für den Proteinaufbau. Der Aminosäurepool
ist im Grunde die Zwischenstufe zwischen Nahrungsproteinen und dem menschlichen Protein. Mit über 60% Anteil dieses Pools macht die Aminosäure
Glutamin die höchste Konzentration aus. Glutamin regelt unter anderem den Auf- und Abbau von Protein. Studien zeigten, dass eine höhere Glutaminkonzentration
einen vermehrten Eiweissaufbau in den Muskelzellen zur Folge hat und somit einem signifikanten Einfluss auf den Muskelaufbau ausübt. (MacLennan et. al, 1987, 1988)
Andere Aminosäuren können wiederum spezifische Wirkungen aufweisen, lesen Sie dazu die Beschreibung der einzelnen Produkte.
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