Darum solltest du besser auf Getreide verzichten

Über Getreide wird ja mittlerweile heftig diskutiert. Gut oder eben doch nicht so gut!? Ja oder nein? vielleicht sogar gefährlich? Ganz so extrem ist es sicherlich nicht. allerdings gibt es trotzdem einige gute Gründe den Getreidekonsum zumindest einzuschränken.

Anti-Nutriente

An erster Stelle steht hier das Gluten. Gluten ist ein im Weizen und auch anderen Getreidesorten vorkommendes Protein. Um dieses Weizeneiweiß wird heutzutage eine Menge Wirbel gemacht. Von buchstäblich „tödlich“ bis zu „problemlos“ ist alles mit an Bord. Doch warum sollten Personen ohne diagnostizierte Glutenunverträglichkeit oder gar Zöliakie auf glutenhaltiges Getreide verzichten? Weil Gluten nicht das einzige Anti-Nutrient im Getreide ist, welches in unserem Magen-Darm-Trakt sein Unwesen treiben kann. Neben Gluten sind noch weitere potentiell schädlichen Lektine im Getreide zu finden, welche zu erhöhten Entzündungswerten und der Beschädigung der Darmschleimhaut beitragen können. Wer seinen Getreidekonsum nicht vermindern möchte, sollte in diesem Fall zumindest auf allergenarme und glutenarme oder glutenfreie Getreidevarianten umsteigen. Ganz oben auf der Liste steht hier weißer Reis, wie beispielsweise Basmatireis oder Jasminreis.

Nur wenig Nährstoff

Im Vergleich zu Gemüse enthält Getreide nur wenig Nährstoffe wie Vitamine oder Mineralien und darüber hinaus keine weiteren förderlichen essentiellen Nährstoffe. Getreide kann somit auch hier nicht mit besseren Alternativen standhalten. Es ist also auch in diesem Bezug sinnvoll, sich nach Alternativen umzuschauen. Gute Alternativen bieten beispielsweise Süßkartoffeln und auch herkömmliche Kartoffeln. Als weitere Möglichkeit kann auch hier noch einmal der Reis erwähnt werden. Dieser kann als purer und allergenarmer Kohlenhydratlieferant verwendet und um eine zusätzliche Portion Gemüse für Mikronährstoffe und Ballaststoffe ergänzt werden. Auf diese Weise kann man auf weitere möglicherweise problematische Getreidesorten verzichtet werden oder diese können unter Umständen reduziert werden und gleichzeitig führt man trotzdem ausreichend essentielle Nährstoffe zu.

Omega-6-Fettsäuren

Getreide enthält sehr viel Omega-6-Fettsäuren und ist praktisch frei an Omega-3-.Fettsäuren. Dies kann bei einem Überangebot an Getreide in der Nahrung schnell zu einem sehr unausgewogenen Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren führen. Das Ergebnis, eine mögliche höhere Wahrscheinlichkeit Entzüngsreaktionen im Körper zu forcieren, den Fettstoffwechsel negativ zu beeinträchtigen und die Regeneration nach intensiven Trainingseinheiten zu verlängern. Wer einen sportlich und muskulösen Körper möchte, für denjenigen ist nichts davon wirklich förderlich um schnellstmöglich ans erhoffet Ziel zu gelangen.

Sehr viele Kohlenhydrate

Sicherlich, für Hardgainer oder Personen mit einem sehr aktiven Lebensstil ist eine hohe Kohlenhydratzufuhr kein Problem. Doch für den typischen Fitnesssportler der 3-4 Trainingseinheiten pro Woche absolviert, mit der Zielsetzung einen muskulösen Strandkörper zu entwickeln mit niedrigem Körperfettanteil und gut sichtbaren Bauchmuskeln, sind Kohlenhydrate oftmals mehr Fluch als Segen. Doch es sind nicht die Kohlenhydrate an sich die zu Problemen führen können, vielmehr ist es die übermäßige Menge, die durch einen hohen Getreidekonsum aufgenommen wird, welche den Trainingszielen oftmals im Wege stehen. Fakt ist, viele Sportler überschätzen ihren tatsächlichen „Kohlenhydratbedarf“ und wären mit einem leicht erhöhten Fettanteil in der Ernährung wahrscheinlich besser bedient.

Für die Praxis

Sollte man nun nie wieder Getreide essen und sich komplett glutenfrei ernähren? Eine Möglichkeit ist dieses Vorgehen in jedem Fall, wenngleich definitiv nicht für jeden notwendig. Was sich in der Praxis bewährt hat ist ein vollkommener Verzicht auf sämtliche Getreide und Getreideerzeugnisse über einen Zeitraum von 30 Tagen. Im Anschluss kann man schon sehr deutlich sehen, wie sich dieses Vorgehen auf das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und das körperliche Erscheinungsbild auswirkt. Anschließend können nach und nach wieder einzelne Getreidesorten in die Ernährung aufgenommen werden und auf deren Reaktion darauf getestet werden. So hat man die Möglichkeit ganz individuell herauszufinden ob und wie man auf einzelne Getreidearten reagiert.

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