4 Gründe weshalb dein Körperfettanteil in der Defi nicht sinkt
11.09.2014
In gewisser Weise hatte ich das Thema bereits im gestrigen Artikel „Eine Frage der Optik“ vorweg genommen: Eine übertriebene und außer Kontrolle geratene „Massephase“ kann auf sehr schnellem Wege dazu führen, dass nicht nur dein Aussehen leidet, sondern auch dein Potenzial an der Zunahme weiterer qualitativer Muskelmasse.
Das ist die Crux einer jeden Aufbauphase, bei der man die Ernährung in der Gewissheit schleifen lässt, dass man sich nun „ordentlich gönnen“ kann und es auch kein Problem ist, wenn sich das vermeintlich schlanke Kalorienplus in eine Mastorgie verwandelt – man darf ja wohl noch leben, oder?
Na klar darf man! Dummerweise bedeutet eine solche Strategie auch, dass es irgendwann ans Eingemachte geht – denn irgendwie müssen die unliebsam hinzugewonnenen Speckpolster, die die gestählte Karosserie umgeben, wieder verschwinden.
Daher solltest du dir schon einmal hinter die Ohren schreiben, dass die kommende Diätphase länger und härter wird, je höher dein prozentualer Körperfettanteil klettert. Noch schlimmer: Manchmal reicht ein einziger Diätzyklus nicht aus, da du dich irgendwann am untersten Ende deines Kalorienspektrums bewegst, das Gewicht stagniert (und der Stoffwechsel tut es ihm nach) und eine Diätpause obligatorisch wird, wenn du den Verlust deiner schwer erarbeitete Muskulatur nicht gleich kiloweise riskieren willst.
Du darfst dich außerdem an Diätplateaus gewöhnen, da der Abnahmeprozess weder linear noch vernünftig kalkulierbar ist – der Trend lässt sich aber nichtsdestotrotz erkennen, weshalb das Messen, Wiegen und Niederschreiben zur Erfolgskontrolle ganz praktisch sein kann.
Merke auf: Wenn deine Diät stagniert, dann wird es tendenziell an deinem Ernährungsverhalten liegen – denn egal wie sehr du dich reinkniest, wie hart du im Gym knüppelst und welche Supplements du dir reinfährst: Wenn deine tägliche Ernährung nicht stimmt, dann wird sich auf körperlicher Ebene nicht viel tun.
Doch welche „Fettnäpfchen“ gibt es eigentlich in Sachen Ernährung für KFA-Reduktion? Hier sind meine Top 4!
Es mag viele Leser davor grausen die Kalorien ihrer Mahlzeiten in mühevoller Kleinstarbeit zu zählen und penibel irgendwo aufzuschreiben – doch nur so kannst du sicher sein, dass du deine angestrebte Kalorienzufuhr und das dazu gehörige Kaloriendefizit (Gesamtverbrauch – 10-20%) erreicht hast.
Wenn ich allerdings vom Kalorienzählen rede, dann heißt das eher, dass du für eine bestimmte Periode sehr genau deine Zufuhr trackst und die einzelnen Lebensmittel, mit denen du tagtäglich in Berührung kommst, kennenlernst. Ein bekanntes Sprichwort lautet „Übung macht den Meister“ und genau so solltest du das auch beim Kalorien tracken halten: Erst sehr genau, um ein Gefühl für die Mengen und Kalorien zu bekommen und dann genügt das grobe Überschlagen.
Wenn du erst einmal für wenige Monate deine Hausaufgaben gemacht hast, entwickelst du einfach ein verdammt gutes Gespür für den Kaloriengehalt und die Makronährstoffverteilung deiner Nahrung. Hier redet dann niemand davon, dass du aufs Gramm genau abzählen solltest (und schon gar nicht bei kalorienarmen Gemüse) denn auch dein täglicher Kalorienverbrauch unterliegt gewissen Schwankungen. Eine Stunde länger im Bett und du hast schon eine kleine Differenz zu der Situation, wo du früh aus den Federn kletterst.
Wenn du ein Plateau bei der Abnahme erreicht hast und sich nichts tut, dann ist dies die erste Fehlerquelle, die einer genauen Prüfung bedarf. Wenn du zu viele Kalorien aufnimmst, dann wirst du kein Fett reduzieren können. Wenn das Gewicht sinkt, du aber gleichzeitig einen rapiden und starken Kraftverlust und starken Müdigkeitserscheinungen unterliegst, dann ist das Kalorienminus einfach zu groß.
Es ist auch nicht damit getan zu sagen „Okay, dann esse ich eben nur ‚cleane‘ Lebensmittel. Natürlich gewachsenes Fleisch, Nüsse, Eier, Öle und dazu eine Keller Reis (oder auch zwei) mögen von einem ernährungstechnischen Standpunkt aus gut und vollwertig sein – doch auch sie haben Kalorien. Gerade bei den energiedichten Produkten wie Nüssen, Ölen, fettigem Fisch und sauberen Carbquellen neigt man dazu über das gewünschte Ziel hinauszuschießen.
Die veraltete Empfehlung für ein Kaloriendefizit gibt dir vor 300-500 kcal pro Tag einzusparen, um eine langsame und stetige Fettabnahme zu erreichen. Weitaus praktischer ist dagegen das Rechnen mit prozentualen Angaben. Bei einer Diät solltest du nicht mehr als 10% - maximal 20 % vom Gesamtverbrauch reduzieren. Gegen Ende kann das natürlich noch etwas mehr werden, aber Ungeduld führt in der Beziehung eher dazu, dass vermehrt Muskulatur abgebaut wird und genau das sollte nicht in deinem Interesse sein!
Huch, ist da dem Autor ein Fehler unterlaufen? Hat er nicht oben extra betont, wie wichtig das Zählen der Energiezufuhr ist, um Erfolg bei der Reduktion des Körperfettanteils zu haben?
Frei nach dem Motto „Zuviel des Guten ist immer noch zuviel“ kann man es auch beim Kalorienzählen übertreiben. Hast du erst ein gutes Gespür für deine Ernährung entwickelt, dann reicht es oftmals aus, wenn du auf dem Weg deiner Reise die Zügel ein wenig lockerst. Es macht immer Sinn, die Kalorienzufuhr zu überschlagen und von Zeit zu Zeit einen Beispieltag von Kaloma und Co. ausrechen zu lassen. Wenn es dir so ergeht, wie den meisten Fitnessfreaks, die Ergebnisse sehen wollen, dann wirst du dich sowieso nur aus einem bestimmten Set von Lebensmitteln ernähren. Das ist Okay und erleichtert das Leben.
Überdies hinaus ist es ein Mythos, dass „Normalos“ eine vielseitigere Ernährung haben – bei denen gibt es auch Montags Pizza, Dienstag Spaghetti Bolognese, Mittwochs Nudelauflauf usw, usf, - und dann beginnt das Karussell in der nächsten Woche von vorne. Lass dir also nicht erzählen, dass du dich zu einseitig ernährst, wenn dich jemand darauf hinweist, der das dritte Mal in der Woche Nudeln und Pizza isst.
Selbst wenn du die Makronährstoffe und den Kaloriengehalt veranschlagst, gibt es da immer noch so etwas, dass sich Vitamine, Minerale und Spurenelemente – oder kurz: Mikronährstoffe – nennt.
Dein oberstes Ziel sollte es sein deinen täglichen Bedarf an Makro- und Mikronährstoffen zu decken – und dann kannst du auch mal Dinge essen, die nicht so recht in das straffe Korsett passen. (In diesem Zusammenhang sei das Konzept IIFYM erwähnt; das Beste: Es wirkt auch tatsächlich).
Man kann sich also auch im anderen Extrem verrückt machen und dir sollte bewusst sein, dass das auch eine ganze Menge an Lebensqualität kosten kann. Ich kenne Kraftsportler, die zu keinen sozialen Events mehr gehen, weil sie Angst haben aus Versehen Dinge zu Essen, die nicht auf ihrem Plan stehen. Sie gehen nicht in Restaurants und sind paranoid, wenn es um Mahlzeiten geht, die jemand anderes zubereitet hat. Es besteht ja die Gefahr, dass der Chefkoch ihre Diät zu sabotieren plant und ihnen ein Pfund Zucker unterjubelt.
Spaß beiseite: Wenn du dich in einer Wettkampfvorbereitung befindest, dann ist das vollkommen in Ordnung – hier muss man auch Entbehrungen vertragen können und sollte im Idealfall auch keine Risiken eingehen, doch du solltest dir gleichfalls bewusst machen, das ein „unsauberer Tag“ deinen Diäterfolg nicht aufhalten oder sabotieren kann.
Fragst du dich auch manchmal wie die Menschheit so lange überleben konnte? Es wimmelt überall vor Anti-Nährstoffen und Allergenen. Gluten hier, Laktose dort. Phytinsäure nebenan und oben drüber steigen uns die Lektine aufs Dach. Und da man sich ohnehin nur natürlich ernähren sollte, bleibt bei der Nahrungsauswahl nicht mehr allzu viel übrig.
Und jetzt erzähle ich dir etwas, dass im Grunde nichts Neues ist: Wir sind an der Spitze der Nahrungskette, weil wir so unglaublich anpassungsfähig sind – und genau deswegen haben wir auch so lange überlebt. Es gibt sehr viele Unternehmen und Interessenverbände die ihr Geld mit der Angst von Leuten machen. Die Pharmaindustrie mit ihren Lobbyisten nimmt Einfluss auf Staat und Ärzte (und veranstaltet sogar Symposien, wo ausgewählte Forscher unter dem Deckmantel der Wissenschaft Vorträge halten). Es werden neue Namen für Krankheiten entwickelt und alte Grenzen nach unten korrigiert, damit auch ja sehr viele Menschen in das Raster einer Krankheit fallen – und dann gibt es dafür Medikamente.
Die Agrar- und Nahrungsindustrie macht es genauso, nur das sie ihr Geld nicht mit Medikamenten verdienen, sondern mit Saatgut und Lebensmitteln. Doch worauf ich eigentlich hinaus will, ist folgendes: Je mehr Lebensmittelgruppen du aus eurem Speiseplan streichst, desto anfälliger wirst du für Heißhungerattacken und mentale Kurzschlüsse, denn schon Adam und Eva wussten, dass die verbotenen Früchte besonders süß und verlockend sind. (Übrigens – zum Thema Heißhunger findet ihr hier, hier und hier was von mir)
Findige Kraftsportler und Bodybuilder haben extra für solche Moment den „Cheatday“ (oder auch das „Cheatmeal“ entwickelt, welches Gelüsten Einhalt gebieten soll und für frische physische wie psychische Energie sorgt. Falls du dich für dieses Konzept interessierst, empfehle ich dir meinen „Smart Cheating Guide“ hier auf Fitnessfreaks.com
Natürlich will ich damit nicht abstreiten, dass es Dinge wie Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorbtion und Glutenunverträglichkeit nicht gibt – davon kannst du durchaus betroffen sein, allerdings solltest du diese Produkte nicht von der Karte streichen, weil es alle anderen auch tun.
Bedenke, dass es unter den Menschen viele genetische Variationen gibt; es gibt also Menschen, denen Gluten, Laktose Fruktose und Co. gar nicht ausmachen – ihre Körper sind angepasst und nutzen die zugeführten Nährstoffe durchaus effizient und im Wohlwollen des Körperinhabers. Und sofern du diese Lebensmittel verträgst, spricht auch nichts dagegen sie zu konsumieren, um die eigene Lebensmittelauswahl zu erweitern.
Ja, das gute Nährstofftiming hat in den letzten Monaten und Jahren „sein Fett wegbekommen“ und es stimmt ja auch, dass es bei der erfolgreichen KFA-Reduktion auf das Einhalten des Kaloriendefizits ankommt. Der Kalorienverbrauch ist primär für den Erfolg entscheidend und erst dann spielt das Nährstofftiming eine Rolle.
Für all jene, die Nährstofftiming als Unsinn deklarieren, bleibt mir folgendes Statement abzugeben:
Fehler #1: Du zählst keine Kalorien
Es mag viele Leser davor grausen die Kalorien ihrer Mahlzeiten in mühevoller Kleinstarbeit zu zählen und penibel irgendwo aufzuschreiben – doch nur so kannst du sicher sein, dass du deine angestrebte Kalorienzufuhr und das dazu gehörige Kaloriendefizit (Gesamtverbrauch – 10-20%) erreicht hast.
Wenn ich allerdings vom Kalorienzählen rede, dann heißt das eher, dass du für eine bestimmte Periode sehr genau deine Zufuhr trackst und die einzelnen Lebensmittel, mit denen du tagtäglich in Berührung kommst, kennenlernst. Ein bekanntes Sprichwort lautet „Übung macht den Meister“ und genau so solltest du das auch beim Kalorien tracken halten: Erst sehr genau, um ein Gefühl für die Mengen und Kalorien zu bekommen und dann genügt das grobe Überschlagen.
Wenn du erst einmal für wenige Monate deine Hausaufgaben gemacht hast, entwickelst du einfach ein verdammt gutes Gespür für den Kaloriengehalt und die Makronährstoffverteilung deiner Nahrung. Hier redet dann niemand davon, dass du aufs Gramm genau abzählen solltest (und schon gar nicht bei kalorienarmen Gemüse) denn auch dein täglicher Kalorienverbrauch unterliegt gewissen Schwankungen. Eine Stunde länger im Bett und du hast schon eine kleine Differenz zu der Situation, wo du früh aus den Federn kletterst.
Wenn du ein Plateau bei der Abnahme erreicht hast und sich nichts tut, dann ist dies die erste Fehlerquelle, die einer genauen Prüfung bedarf. Wenn du zu viele Kalorien aufnimmst, dann wirst du kein Fett reduzieren können. Wenn das Gewicht sinkt, du aber gleichzeitig einen rapiden und starken Kraftverlust und starken Müdigkeitserscheinungen unterliegst, dann ist das Kalorienminus einfach zu groß.
Es ist auch nicht damit getan zu sagen „Okay, dann esse ich eben nur ‚cleane‘ Lebensmittel. Natürlich gewachsenes Fleisch, Nüsse, Eier, Öle und dazu eine Keller Reis (oder auch zwei) mögen von einem ernährungstechnischen Standpunkt aus gut und vollwertig sein – doch auch sie haben Kalorien. Gerade bei den energiedichten Produkten wie Nüssen, Ölen, fettigem Fisch und sauberen Carbquellen neigt man dazu über das gewünschte Ziel hinauszuschießen.
Die veraltete Empfehlung für ein Kaloriendefizit gibt dir vor 300-500 kcal pro Tag einzusparen, um eine langsame und stetige Fettabnahme zu erreichen. Weitaus praktischer ist dagegen das Rechnen mit prozentualen Angaben. Bei einer Diät solltest du nicht mehr als 10% - maximal 20 % vom Gesamtverbrauch reduzieren. Gegen Ende kann das natürlich noch etwas mehr werden, aber Ungeduld führt in der Beziehung eher dazu, dass vermehrt Muskulatur abgebaut wird und genau das sollte nicht in deinem Interesse sein!Fehler #2: Du zählst Kalorien
Huch, ist da dem Autor ein Fehler unterlaufen? Hat er nicht oben extra betont, wie wichtig das Zählen der Energiezufuhr ist, um Erfolg bei der Reduktion des Körperfettanteils zu haben?
Frei nach dem Motto „Zuviel des Guten ist immer noch zuviel“ kann man es auch beim Kalorienzählen übertreiben. Hast du erst ein gutes Gespür für deine Ernährung entwickelt, dann reicht es oftmals aus, wenn du auf dem Weg deiner Reise die Zügel ein wenig lockerst. Es macht immer Sinn, die Kalorienzufuhr zu überschlagen und von Zeit zu Zeit einen Beispieltag von Kaloma und Co. ausrechen zu lassen. Wenn es dir so ergeht, wie den meisten Fitnessfreaks, die Ergebnisse sehen wollen, dann wirst du dich sowieso nur aus einem bestimmten Set von Lebensmitteln ernähren. Das ist Okay und erleichtert das Leben.
Überdies hinaus ist es ein Mythos, dass „Normalos“ eine vielseitigere Ernährung haben – bei denen gibt es auch Montags Pizza, Dienstag Spaghetti Bolognese, Mittwochs Nudelauflauf usw, usf, - und dann beginnt das Karussell in der nächsten Woche von vorne. Lass dir also nicht erzählen, dass du dich zu einseitig ernährst, wenn dich jemand darauf hinweist, der das dritte Mal in der Woche Nudeln und Pizza isst.
Selbst wenn du die Makronährstoffe und den Kaloriengehalt veranschlagst, gibt es da immer noch so etwas, dass sich Vitamine, Minerale und Spurenelemente – oder kurz: Mikronährstoffe – nennt.
Dein oberstes Ziel sollte es sein deinen täglichen Bedarf an Makro- und Mikronährstoffen zu decken – und dann kannst du auch mal Dinge essen, die nicht so recht in das straffe Korsett passen. (In diesem Zusammenhang sei das Konzept IIFYM erwähnt; das Beste: Es wirkt auch tatsächlich).
Man kann sich also auch im anderen Extrem verrückt machen und dir sollte bewusst sein, dass das auch eine ganze Menge an Lebensqualität kosten kann. Ich kenne Kraftsportler, die zu keinen sozialen Events mehr gehen, weil sie Angst haben aus Versehen Dinge zu Essen, die nicht auf ihrem Plan stehen. Sie gehen nicht in Restaurants und sind paranoid, wenn es um Mahlzeiten geht, die jemand anderes zubereitet hat. Es besteht ja die Gefahr, dass der Chefkoch ihre Diät zu sabotieren plant und ihnen ein Pfund Zucker unterjubelt.
Spaß beiseite: Wenn du dich in einer Wettkampfvorbereitung befindest, dann ist das vollkommen in Ordnung – hier muss man auch Entbehrungen vertragen können und sollte im Idealfall auch keine Risiken eingehen, doch du solltest dir gleichfalls bewusst machen, das ein „unsauberer Tag“ deinen Diäterfolg nicht aufhalten oder sabotieren kann.Fehler #3: Absolute Verbote und restriktive Ernährung
Fragst du dich auch manchmal wie die Menschheit so lange überleben konnte? Es wimmelt überall vor Anti-Nährstoffen und Allergenen. Gluten hier, Laktose dort. Phytinsäure nebenan und oben drüber steigen uns die Lektine aufs Dach. Und da man sich ohnehin nur natürlich ernähren sollte, bleibt bei der Nahrungsauswahl nicht mehr allzu viel übrig.
Und jetzt erzähle ich dir etwas, dass im Grunde nichts Neues ist: Wir sind an der Spitze der Nahrungskette, weil wir so unglaublich anpassungsfähig sind – und genau deswegen haben wir auch so lange überlebt. Es gibt sehr viele Unternehmen und Interessenverbände die ihr Geld mit der Angst von Leuten machen. Die Pharmaindustrie mit ihren Lobbyisten nimmt Einfluss auf Staat und Ärzte (und veranstaltet sogar Symposien, wo ausgewählte Forscher unter dem Deckmantel der Wissenschaft Vorträge halten). Es werden neue Namen für Krankheiten entwickelt und alte Grenzen nach unten korrigiert, damit auch ja sehr viele Menschen in das Raster einer Krankheit fallen – und dann gibt es dafür Medikamente.
Die Agrar- und Nahrungsindustrie macht es genauso, nur das sie ihr Geld nicht mit Medikamenten verdienen, sondern mit Saatgut und Lebensmitteln. Doch worauf ich eigentlich hinaus will, ist folgendes: Je mehr Lebensmittelgruppen du aus eurem Speiseplan streichst, desto anfälliger wirst du für Heißhungerattacken und mentale Kurzschlüsse, denn schon Adam und Eva wussten, dass die verbotenen Früchte besonders süß und verlockend sind. (Übrigens – zum Thema Heißhunger findet ihr hier, hier und hier was von mir)
Findige Kraftsportler und Bodybuilder haben extra für solche Moment den „Cheatday“ (oder auch das „Cheatmeal“ entwickelt, welches Gelüsten Einhalt gebieten soll und für frische physische wie psychische Energie sorgt. Falls du dich für dieses Konzept interessierst, empfehle ich dir meinen „Smart Cheating Guide“ hier auf Fitnessfreaks.com
Natürlich will ich damit nicht abstreiten, dass es Dinge wie Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorbtion und Glutenunverträglichkeit nicht gibt – davon kannst du durchaus betroffen sein, allerdings solltest du diese Produkte nicht von der Karte streichen, weil es alle anderen auch tun.
Bedenke, dass es unter den Menschen viele genetische Variationen gibt; es gibt also Menschen, denen Gluten, Laktose Fruktose und Co. gar nicht ausmachen – ihre Körper sind angepasst und nutzen die zugeführten Nährstoffe durchaus effizient und im Wohlwollen des Körperinhabers. Und sofern du diese Lebensmittel verträgst, spricht auch nichts dagegen sie zu konsumieren, um die eigene Lebensmittelauswahl zu erweitern.
Fehler #4: Kennst du Nährstofftiming?
Ja, das gute Nährstofftiming hat in den letzten Monaten und Jahren „sein Fett wegbekommen“ und es stimmt ja auch, dass es bei der erfolgreichen KFA-Reduktion auf das Einhalten des Kaloriendefizits ankommt. Der Kalorienverbrauch ist primär für den Erfolg entscheidend und erst dann spielt das Nährstofftiming eine Rolle.
Für all jene, die Nährstofftiming als Unsinn deklarieren, bleibt mir folgendes Statement abzugeben:
- - Wenn Nährstofftiming Unsinn ist, warum konsumiert du dann nach dem Training einen Post-Workout-Shake?
- - Wenn Nährstofftiming Unsinn ist, warum platzierst du dann deine Kohlenhydrate ums Workout herum?
- - Wenn Nährstofftiming Unsinn ist, warum nimmst du BCAAs vor dem Training ein?
- - Wenn Nährstofftiming Unsinn ist, warum beachtest du dann einen Carb Cutoff am Abend?
- - Wenn Nährstofftiming Unsinn ist, warum achtest du darauf, dass du alle 3-4 Stunden eine proteinhalte Mahlzeit konsumierst?

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