Barfuss trainieren als echte Alternative?

03.07.2014
Der wohl erfolgreichste Bodybuilder aller Zeiten, Arnold Schwarzenegger, liefert aus seiner aktiven Zeit eine Unmenge an Fotos, auf denen er barfuss trainierend zu sehen ist. Ich glaube nicht daran, dass er sich vor jedem Foto das von ihm gemacht wurde die
Schuhe
ausgezogen hat, sondern dass er barfuss trainiert hat, weil er darin einen Vorteil gesehen hat. Lasst uns das Thema „barfuss“ heute einmal kritisch unter die Lupe nehmen.
, mit dünner und dicker Sohle anscheinend instinktiv verändert. Es konnte gezeigt werden, dass Barfuss-Läufer im Rahmen der Laufbewegung in der Regel zuerst auf dem Vorderfuss landen und dann auf die Ferse abrollen. Da beim modernen Laufschuh die Ferse oft etwas erhöht ist, verändert sich die Lauftechnik mitunter deshalb, hin zu einer vorrangigen Fersenlandung. Die Forscher stellten bei der „modernen“ Laufart höhere Kollisionskräfte andere dynamische Verhältnisse fest die sich auf die Leistungsfähigkeit bzw. auf Laufzeiten auswirken können.
Eine Studie mit dem Titel “Running in a minimalist and lightweight shoe is not the same as running barefoot: a biomechanical study” untersuchte ebenfalls die Laufmechanik an 22 erfahrenen Läufern und stellte signifikante Unterschiede zwischen reinem barfuss laufen und Laufen mit Sohle fest. Barfuss zu laufen reduziert die negative Arbeit im Kniegelenk, sorgte für eine geringere Dorsalflexion beim ersten Bodenkontakt im Sprunggelenk und erhöhte die Ausbeute positiv geleisteter Arbeit. Unterm Strich konnte mit barfuss laufen eine höhere Leistungsausbeute erreicht werden. In dieser Studie wurden signifikante Unterschiede übrigens nur zwischen wirklichem barfuss laufen und laufen mit Sohle festgestellt. Innerhalb der „Sohlen-Gruppen“ gab es keine Unterscheide.
Auch ein gewisser Dr. Liebermann befasste sich intensiv mit der Thematik und geht davon aus, dass Laufschuhe im Vergleich zum barfuss laufen die Fußmuskulatur eher schwächen und für eine übermäßige Pronation im Sprunggelenk sorgen.
FazitDie Studienlage zum Thema „barfuss“ ist zumindest in Sachen Laufen als relativ eindeutig zu bewerten. Sicher sieht es bei Krafttraining etwas anders, zumal man die Kräfte die beim Laufen auf Knie- und Sprunggelenke einwirken nicht zu unterschätzen sind. Die Frage ist nun aber wie sich solch theoretische Erkenntnisse mit der Praxis verknüpfen lassen

Kommentare (2)
Roger
July 3, 2014 18:31Super Berricht!! Wobei ich gerade gelesen habe dass Barfuss laufen für Erwachsene nicht gut sei, mann müsse bereits als Kind regelmässig Barfuss unterwegs sein.. Ich vertrete jedoch auch diese Meinung: Barfuss ist am natürlichsten!! In disem Sinn, viel Spass beim Barfuss gehen!! Und hier noch de link zu den Fivefingers Schuhen :-)
Unbekannt
July 4, 2014 22:07Benutze seit knapp einem Jahr "Barfuss Schuhe" beim Training (Kettlebells). Man hat definitiv einen "anderen" Kontakt zum Boden bzw. ist irgendwie "dichter dran" am Geschehen. Ausprobieren könnte sich für den einen oder anderen lohnen..