Die Wahrheit über den Einsatz von Schmerzmitteln im Sport

14.08.2013
Doping ist es der Beispielliste zulässiger Medikamente 2013 (NADA) zur Folge nicht, im Training oder vor Wettkämpfen mit diversen Schmerzmitteln zu arbeiten. Aspirin, Diclofenac, Paracetamol und Ibuprofen, alles ist erlaubt. Da derartige Mittelchen nicht nur bei akuten Beschwerden helfen, sondern auch die Schmerztoleranz insgesamt anheben und Muskelschmerz nach Wettkämpfen reduzieren, finden Sie in vielen Sportarten, sowohl im Kraft- Kampf- als auch im Ausdauersport Anwendung. Eine geringere Schmerztoleranz bedeutet eine bessere Chance auf höhere Leistung.
ABER
Keine Wirkung ohne Nebenwirkung, so heißt es und so ist es nun mal. Mein heutiger Artikel befasst sich mit einigen interessanten Dingen die man über den Einsatz von Schmerzmitteln im Sport wissen sollte.
Darstellung 2 zeigt Veränderungen des Hydrationsstandes und des Muskelproteingehalts vor und nach dem Training.
Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die hauptsächliche Wirkung der eingesetzten Medikamente in einer Hemmung des Proteinabbaus bestand die signifikant höher ausfiel, als eine Hemmung der Proteinsynthese. Unterm Strich kam es zu einer positiven Netto-Proteinsynthese und damit verbunden zum dargestellten Zuwachs an Muskelmasse.
FazitBei älteren Personen scheinen Schmerzmittel den Muskelaufbau zu fördern. Gleiche Dosierungen bei jungen Männern ergaben in Studien aber keinen Effekt
Schmerztoleranz nicht der einzige Anwendungsbereich
Eine finnische Studie enthüllte, dass sowohl Ibuprofen als auch Diclofenac dazu geeignet sind, die Einnahme exogenen Testosterons bei Dopingkontrollen zu verschleiern in dem Sie die Glykosylierung von Testosteron hemmen, die Glykosylierung von Epitestoteron jedoch nicht beeinflussen. Es kommt so zu einer Verschiebung beim Testosteron/Epitestosteron-Verhältnis im Urin und genau dieses Verhältnis ist es, das über positive oder negative Dopingkontrollen entscheidet. Der Effekt von Ibuprofen scheint noch etwas ausgeprägter zu sein als der Effekt von Diclofenac. Die Beeinflussung der Glykosylierung von Testosteron ist wahrscheinlich auch der Grund für die anabole Wirkung die von Schmerzmitteln ausgeht. FazitSchmerzmittel besitzen anaboles Potential und können ein Doping mit Testosteron verschleiernEinsatz von Schmerzmitteln verspricht Muskelaufbau und Kraftzuwachs bei älteren Menschen
Das oben bereits angedeutete anabole Potential von Schmerzmitteln in Verbindung mit Kraftzuwachs und einer Umkehr von Sarkopenie wurde in einer Studie aus dem American Journal of Physiology an älteren Männern auf die Probe gestellt. 36 Probanden durchliefen hierzu eine 12-wöchige Trainingsphase mit progressivem Widerstandstraining. Gruppe 1 erhielt jeweils vor dem Training Paracetamol, Gruppe 2 erhielt Ibuprofen und Gruppe 3 nahm ein Placebo ein. Es zeigten sich signifikante Ergebnisse! Darstellung 1 zeigt die Veränderungen in Sachen Kraftentwicklung und Hypertrophie im Laufe der Testperiode.
Darstellung 2 zeigt Veränderungen des Hydrationsstandes und des Muskelproteingehalts vor und nach dem Training.
Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die hauptsächliche Wirkung der eingesetzten Medikamente in einer Hemmung des Proteinabbaus bestand die signifikant höher ausfiel, als eine Hemmung der Proteinsynthese. Unterm Strich kam es zu einer positiven Netto-Proteinsynthese und damit verbunden zum dargestellten Zuwachs an Muskelmasse.
FazitBei älteren Personen scheinen Schmerzmittel den Muskelaufbau zu fördern. Gleiche Dosierungen bei jungen Männern ergaben in Studien aber keinen Effekt
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