Gesättigte Fette doch nicht schlecht! Eine Sensation?

21.03.2014
Die Diskussion um gute und schlechte Fette hält schon so lange an wie sich der Mensch Gedanken um Ernährung macht. Just heute Morgen (21.03.14) war das erste das ich in der BILD gelesen und im Radio gehört habe diese sensationelle Meldung:
Tierische Fette sind doch nicht schädlich fürs Herz!
Obwohl wir Sie mit Vorliebe verzehren, hatten gesättigte Fettsäuren bis dato im Volksmund immer einen faden Nachgeschmack da Sie mit negativen Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem in Verbindung gebracht wurden.
Ist jetzt wirklich alles anders oder sind Medien und Boulevardpresse bei diesem Thema vielleicht einfach nur Ihrer Zeit hinterher?
DAS sagt die neue international angelegte Metaanalyse
Bei einer Metaanalyse handelt es sich um eine Zusammenfassung mehrerer Studien mit dem Ergebnis einer abschließenden Beurteilung und Bewertung. Was jetzt also für jede Menge Aufsehen sorgt ist keine Einzelstudie sondern der kritische Review auf Langzeitbeobachtungsstudien und kontrollierten Interventionsstudien die den Einfluss verschiedener Fettsäurearten auf die Herzgesundheit untersuchten. Die wichtigsten Ergebnisse der Metaanalyse:- Omega 6 Fettsäuren üben keinen Schutzeffekt auf das Herz aus
- Tierische Omega 3 Fettsäuren aus beispielsweise Fettfischen wie Lachs oder Hering üben einen nachweisbaren Schutzeffekt auf das Herz aus
- Gesättigte Fettsäuren stellen kein Risiko für die Herzgesundheit dar
Ein altes Fazit neu aufgerollt!
Bereits 2010 wurde eine Metaanalyse mit dem Titel „Meta-analysis of prospective cohort studies evauating the association of satured fat with cardiocascular disease“ ins Leben gerufen. Untersucht wurden 21 Studien. Bereits hier kam man zu dem eindeutigen Ergebnis das kein direkter Zusammenhang zwischen der Aufnahme gesättigter Fettsäuren und dem Risiko für einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder die koronare Herzkrankheit besteht. FazitWer sich wirklich mit dem Thema befasst findet bereits weit vor der neuen Metaanalyse eindeutig entlastende Beweise für gesättigte FettsäurenWas bedeutet das für die Praxis?
Für die Praxis bedeutet dies, dass unzählige Ernährungssysteme erneut darauf hingewiesen werden das deren Verschwörungstheorien in Bezug auf gesättigte Fette Schwachsinn ist! Da wie gesagt Hinweise schon viele Jahre bekannt sind, sollten gesättigte Fettsäuren in angemessener Menge und in einem guten Verhältnis durchaus Teil einer vollwertigen Ernährung sein. Für mein Ernährungssystem HBN (Human Based Nutrition) habe ich aus diesem Grund die Verteilung von Fettsäuren wie folgt festgelegt:- 30% Gesättigte Fettsäuren
- 35% Einfach ungesättigte Fettsäuren
- 35% Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

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