Magnesiummangel: Auswirkung, Ergänzung & Dosierung

16.10.2013
In unserem vergangenen Artikel „Zinkmangel“ sind wir bereits auf die Aus- und Wechselwirkungen von Zink im menschlichen Körper eingegangen – heute beleuchten wir denselben Sachverhalt aus der Perspektive des Mengenelements Magnesium.
Mit rund 24 Gramm (davon 280mg in Form von extrazellularer Flüssigkeit) zählt das Magnesium zu demjenigen Elektrolyt, welches im menschlichen Körper von der Menge her – unmittelbar nach Kalzium - an vorderster Stelle steht. (Davon sind 60 % des Magnesiums im menschlichen Körper im menschlichen Skelett zu finden; im Blut ist es dagegen an bestimmte Proteine – etwa Albumin - gebunden)
Zu den essenziellen Aufgaben des Magnesiums zählen u.a.
- - die Beteiligung an zirka 300 verschiedenen Enzymreaktionen im menschlichen Körper (als Bestandteil von Enzymen und in Form von Co-Enzymen), sowie der ATP-Synthese.
- - Beeinflussung des körpereigenen Immunsystems und der Zellmembranen in Form von Magnesium-Ionen und damit Schutz vor Infektionen und entzündlichen Reaktionen.
- - Stabilisierung von erregbaren Muskel- und Nervenzellen, sowie des autonomen Nervensystems (und damit Schutz vor unterwünschten Muskelkrämpfen und Herzrhythmusstörungen – damit eine protektive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System).
- - Magnesium wirkt als spezieller Kalzium-Antagonist und erweitert als Vasodilator die Blutgefäße.
- - Magnesium beeinflusst die Ausbildung von Körperzellen und stimuliert darüber hinaus die DNA- und Proteinsynthese.
Auswirkungen & Symptome von Magnesiummangel
Fällt der Magnesiumgehalt bzw. nimmt die Magnesiumkonzentration im Blut ab und unter einen bestimmten Schwellenwert (der Einnahmeempfehlung liegt in den USA bei 320-420 mg pro Tag; lt. der DGE bei 300-400 mg pro Tag), spricht man von einem Magnesiummangel bzw. einer Hypomagnesiämie. Symptome, [5][6][7] die mit einem solchen Zustand einhergehen sind u.a.- - Erhöhte Erregbarkeit der Muskel- & Nervenzellen (bis hin zur Muskelschwäche, Krämpfen und Herzrhythmusstörungen – Einfluss auf Kontraktion & Entspannung)
- - Müdigkeit und Erschöpfungszustände (hohes Schlafbedürfnis)
- - Kopfschmerzen & Konzentrationsstörungen (niedrige Stresstoleranz)
- - Verwirrtheit & Unruhe
- - Appetitverlust & Übelkeit
- - u.a.
Wechselwirkung & (Über-)Dosierung sowie Supplementation
Bestimmte Personengruppen weisen einen höheren Magnesiumbedarf gegenüber der Normalbevölkerung auf. Hierzu zählen Senioren, Schwangere, Personen die operiert wurden oder erkrankt sind und – wer hätte es vermutet – Sportler & Athleten. Magensiumpräparate haben insbesondere wegen ihrer Fähigkeit zur Stabilisierung des Ruhepotenzials von Muskel- und Nervenzellen an Popularität gewonnen (Verhinderung von Muskelkrämpfen und leichter Erregbarkeit). Die tägliche Zufuhrempfehlung liegt bei zirka 300 Milligramm pro Tag, allerdings gilt – wie auch bei anderen Mineralen und Spurenelementen – dass nicht alle Supplemente gleich kreiert wurden. Maßgeblich entscheidend für die Aufnahme (Resorption) ist die Verbindung, in der das Magnesium vorliegt – man spricht auch von der enthaltenen „elementalen Menge.“ Organische Verbindungen, etwa Citrat, Gluconat oder Aspartat, weisen generell eine höhere Aufnahmerate auf, als anorganische Komplexe (Sulfat, Chlorid, Carbonat etc.) Eine Supplementation zeigt ihre Effizienz maßgeblich im Gehirnstoffwechsel (anti-depressive Wirkung und Steigerung der neuralen Performance), im Glukosestoffwechsel (bessere Insulinsensitivität) und bei der Herz-Kreislauf-Gesundheit (Blutdruckregulation) Die Aufnahme von Magnesium kann u.a. durch das Beisein anderer Minerale und Spurenelemente, darunter Zink, Kalzium und Eisen in wechselhafter Beziehung stehen (da hier um die gleichen Transporter konkurriert wird). Eine negative Beeinflussung der Magnesiumaufnahme kann u.a. durch- - die Ernährung (hoher Phytat- und Oxalatgehalt in der Nahrung)
- - Alkoholmissbrauch
- - Diabetes
- - Durchfall/Erbrechen
- - Morbus Crohn / „Leaky Gut Syndrome“

Kommentare (1)
Tan
October 19, 2013 12:26hi du schreibst immer gerne ueber " Phytat- und Oxalatgehalt" vieles kenn ich da ich eine ausbildung als fitnesstrainerin absolviert habe,, aber viele begriffe kenne ich nicht...ich versuche zu verstehen aber deine texte werden dann langweilig.erklaere doch etwas mehr .... da die meisten wissen gar nicht was z.p ATP ueberhaupt ist oder bezueglich " Phytat- und Oxalatgehalt" in welchen magnesiumreichen lebensmittel enthalten sind oder nicht, schreibe doch lieber welche lebensmittel diese substanzen nicht in hohen dosen enthalten sind, statt alles kompliziert fuer den leser zu machen . dein Knakpunkt informiert uns gar nicht,,, dir feht noch die einfache art etwas zu erklaren , damit man mit freude und geduld deine artikel liest...lg