Mit DIESEM Nahrungsmittel doppelt so viel Muskeln aufbauen!

10.05.2015
Es ist die Sensationsmeldung des letzten Jahres (2014) und könnte eine komplett neue Tür zur Leistungssteigerung öffnen - zumindest, wenn sich die Ergebnisse noch mehrmals bestätigen lassen.
Es geht um Soja-Lecithin - dieses Produkt kann man in jedem Drogeriemarkt kaufen und enthält so genannte Phospholipide. Das sind Fettsäure-ähnliche Stoffe, aus denen der Körper unsere Zellmembran baut.
Bevor du jetzt wegklickst: Im Soja-Lecithin sind keine Phytoöstrogene enthalten, also die Pflanzenhormone, die im Verdacht stehen, unseren Körper zu verweiblichen.
Abb. 1: Kraftzuwächse, vorher (pre), nachher (post) mit Phosphatidsäure (“PA”) und ohne (“Placebo”). Beinpresse (links), Gesamtkraft (mitte), Bankdrücken rechts (Vgl. Joy, 2014).[/caption]
Um die Argumentation jetzt ordentlich abzurunden: 12 - 14 g Soja-Lecithin, gekauft im Drogeriemarkt (oder im Kraftsport-Shop), versorgt dich mit 750 mg Phosphatidsäure - genau der Dosis, die auch in der beschriebenen Studie verwendet wurde.
Die Frage ist wo uns dieses Wissen hinführt.
Man muss ganz klar sagen, dass es sich bei Soja-Lecithin im weiteren Sinne um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt. Allerdings unterscheidet es sich von vielen Ergänzungsmitteln darin, dass es nicht im Chemielabor hergestellt wurde.
Leider weiß ich um deine (und meine) Skepsis bezüglich Soja-Produkten.
Nur hier muss man rational bleiben: Soja-Lecithin enthält zwar Phospholipide, die zu den Fetten gezählt werden, allerdings nur wenige Gramm, weswegen es nicht zu stark in deine Kalorienbilanz eingreift. Darüberhinaus ist Soja-Lecithin Phytoöstrogen-frei und könnte - zumindest aus dieser Perspektive - ohne Bedenken in adäquaten Mengen verzehrt werden.
Es ist außerdem eine geeignete Quelle, um essentielle Fettsäuren (allen voran die Omega-6-Fettsäure Linolsäure), die ebenfalls diverse - für den Muskelaufbau wichtige - hormonelle Signale im Körper steuern und andere Phospholipide, die deinen Fettstoffwechsel regulieren (z. B. Phosphatidylcholin), aufzunehmen.
Soja-Lecithin = Phosphatidsäure = Muskelaufbau?
Hoch interessant war folgendes: Man nahm ein bisschen Soja-Lecithin, extrahierte ein ganz bestimmtes Phospholipid namens Phosphatidsäure und betröpfelte damit Muskelzellen. Und die fingen plötzlich an zu wachsen - von ganz alleine. Heute weiß man nämlich wie der Muskel wächst - also biochemisch betrachtet. Trainieren ist das Eine - das, was der Muskel daraus macht ... das Andere. Heute weiß man, dass diese Phosphatidsäure absolut essentiell ist für das Wachstum der Muskeln. Heißt für dich übersetzt: Ohne Phosphatidsäure, kein Muskelwachstum. Denn: Phosphatidsäure macht der Körper eigentlich selbst. Nun tricksten die Wissenschaftler also, analysierten, was genau denn passiert nachdem man den Muskel damit betröpfelte. Wie gesagt: Er wuchs. Jetzt sitzt du sicherlich gerade vorm Computer (oder dem Smartphone), liest das und denkst: Nicht schon wieder so eine komische unnötige Studie und was will der eigentlich mit dieser "Säure"? Doch Stop!Phosphatidsäure hilft beim Training
Die zweite Phase der Studie sah vor, dass man Phosphatidsäure an bereits muskelbepackte Fitnessfreaks verfütterte, die natürlich auch weiterhin trainierten. 8 Wochen lang. Und die machten nahezu doppelt so viel Fortschritt im Vergleich zur Kontrollgruppe ... und verloren dabei sogar noch Körperfett. Das kann man messen: - Nahezu der doppelte Zuwachs an Muskelquerschnitt. - 52 kg mehr beim 1RM-Beindrücken im Vergleich zu 32 kg in der Kontrollgruppe. - 7 kg mehr beim 1RM-Bankdrücken im Vergleich zu 5 kg in der Kontrollgruppe. Die Ergebnisse kann der Übersichtlichkeit halber zusammenzählen (addieren) und erhält dann einen "Gesamtkraft-Wert" ("Total Strength" im Bild). Natürlich war dieser Gesamtkraft-Wert auch deutlich besser. [caption id="attachment_25058" align="aligncenter" width="400"]
Abb. 1: Kraftzuwächse, vorher (pre), nachher (post) mit Phosphatidsäure (“PA”) und ohne (“Placebo”). Beinpresse (links), Gesamtkraft (mitte), Bankdrücken rechts (Vgl. Joy, 2014).[/caption]
Um die Argumentation jetzt ordentlich abzurunden: 12 - 14 g Soja-Lecithin, gekauft im Drogeriemarkt (oder im Kraftsport-Shop), versorgt dich mit 750 mg Phosphatidsäure - genau der Dosis, die auch in der beschriebenen Studie verwendet wurde.
Die Frage ist wo uns dieses Wissen hinführt.
Man muss ganz klar sagen, dass es sich bei Soja-Lecithin im weiteren Sinne um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt. Allerdings unterscheidet es sich von vielen Ergänzungsmitteln darin, dass es nicht im Chemielabor hergestellt wurde.
Leider weiß ich um deine (und meine) Skepsis bezüglich Soja-Produkten.
Nur hier muss man rational bleiben: Soja-Lecithin enthält zwar Phospholipide, die zu den Fetten gezählt werden, allerdings nur wenige Gramm, weswegen es nicht zu stark in deine Kalorienbilanz eingreift. Darüberhinaus ist Soja-Lecithin Phytoöstrogen-frei und könnte - zumindest aus dieser Perspektive - ohne Bedenken in adäquaten Mengen verzehrt werden.
Es ist außerdem eine geeignete Quelle, um essentielle Fettsäuren (allen voran die Omega-6-Fettsäure Linolsäure), die ebenfalls diverse - für den Muskelaufbau wichtige - hormonelle Signale im Körper steuern und andere Phospholipide, die deinen Fettstoffwechsel regulieren (z. B. Phosphatidylcholin), aufzunehmen.

Kommentare (4)
Tremark
May 10, 2015 17:52Geht denn aus der Studie hervor zu welcher Tageszeit die Probanden die Phosphatidsäure zu sich genommen haben ?
exii
May 11, 2015 11:49gehst du einfach zu DM, und dort gibt es für 5 Euro ca. Soja-Lecithin-Granulat.
Unbekannt
May 12, 2015 11:4612-14g Soja Lecithin enthalten 750mg Phosphatidsäure
Duda
June 12, 2015 13:08Egal wann 12-14g am Tag von dem Pulver enthält 750mg Phosphatidsäure.....ist doch Wurst vor nach zwischen am abend am morgen nachm kacken oder sonst wie.......einfach einmal am Tag rein damit