Wir von FitnessFreaks nehmen generell kein Blatt vor den Mund und scheuen uns auch nicht davor, hier und da mal ein Tabuthema zu behandeln. Heute ist es soweit, da ich mich heute mit potentiellen Auswirkungen von Selbstbefriedigung auf den
Muskelaufbau befassen werde. Auch wenn keiner darüber spricht, jeder von Euch hat es schon einmal getan und wir wären keine Fitness Freaks, wäre uns dabei oder danach nicht schon einmal in den Sinn gekommen, ob wir damit nun
Muskelaufbau fördern oder ihn möglicherweise sogar hemmen.
Lasst Euch überraschen!
Was ist unter Selbstbefriedigung zu verstehen?
Unter Selbstbefriedigung versteht man die überwiegend manuelle Stimulation von Geschlechtsorganen die meist zum Orgasmus führt. Statistisch gesehen masturbieren 94% der Männer und 60-80% der Frauen regelmäßig. Erste Erfahrungen mit Selbstbefriedigung macht der Mann in der Regel ab dem 12. Lebensjahr mit Beginn der Pubertät, weshalb man früher glaubte, dass Selbstbefriedigung ursächlich für die Entstehung von Akne sei (was inzwischen natürlich wiederlegt ist). Frauen sammeln erste Erfahrungen statistisch gesehen erst etwas später, oftmals sogar erst im dritten Lebensjahrzehnt. Selbstbefriedigung kann auf unterschiedlichste Art und Weise stattfinden, mit Händen und Fingern, mit und ohne Hilfsmittel. Interessant ist die Tatsache, dass anscheinend tatsächlich 0,2-0,3% der männlichen Bevölkerung im Stande sind, sich selbst oral zu befriedigen (siehe Kinsey-Report). Für Frauen ist dies schier unmöglich.
Generell gilt Selbstbefriedigung als gesundheitlich unbedenklich, es gibt jedoch eine krankhafte Ausprägung, bei der der Akt der Selbstbefriedigung zur regelrechten Sucht und zum Zwang wird. Dass dieses Thema allgegenwärtig ist, zeigt die Präsenz von Selbsthilfegruppen die sich mit diesem Thema befassen. Einige Studien zeigen einen prophylaktischern Effekt regelmäßiger Selbstbefriedigung auf Prostatabeschwerden. Andere Studien wiederlegen diese These jedoch. Wer als Mann nach dem Samenerguss Symptome wie Schwitzen, Schüttelfrost, Müdigkeit oder Erschöpfung aufweist ist möglicherweise vom „Postorgasmic Illness Syndrom“ betroffen.
FazitEin Großteil der männlichen und auch weiblichen Bevölkerung tut es und für gewöhnlich gehen von Selbstbefriedigung absolut keine gesundheitlichen Gefahren aus Vorteile von Sport auf das Liebesleben
Bevor ich auf die Frage eingehe, wie sich Selbstbefriedigung auf die sportliche Leistungsfähigkeit auswirkt ist es interessant zu erfahren, dass Sport dabei hilft die Erektionsfähigkeit beim Mann zu erhalten. Wenn wir uns körperlich betätigen, verhindert dies zum einen Arterienverkalkungen auch in Gefäßen der Geschlechtsorgane, zum anderen wird das Aufkommen an Geschlechtshormone davon positiv beeinflusst. Aus Studien ist bekannt, dass sportliche Aktivität für eine bessere Durchblutung des besten Stücks sorgt und auch die Erektionsqualität verbessert, insbesondere wenn wir unsere Oberschenkel oder die Beckenbodenmuskulatur trainieren (ein Grund mehr für regelmäßiges Beintraining!!) Die einzige Sportart bei der tatsächlich bedenken angemeldet werden ist der Radsport, hier sind Sitzposition und die Wahl des richtigen Sattels entscheidend.
FazitSportlich zu sein wirkt sich in jedem Fall auch positiv auf das Liebesleben ausWie Selbstbefriedigung die sportliche Leistung beeinflusst
Zur Beantwortung dieser Frage muss man Spezialisten zu Wort kommen lassen, wie beispielsweise den Geschlechtsmediziner Michael J. Mathers. Für ihn ist eine Maximierung sportlicher Leistungsfähigkeit nicht nur an voll geladene Energiespeicher und einen trainierten Körper, sondern auch an mentale Ausgeglichenheit geknüpft und genau dafür kann Selbstbefriedigung hilfreiche Dienste leiten. Wer also vor dem Training Probleme damit hat, den Alltag abzuschütteln (wie treffend) kann durchaus von Geschlechtsverkehr oder Masturbation profitieren. Dass negative Einflüsse auszuschließen sind, zeigt mitunter eine Studie aus der Schweiz an 16 Spitzensportlern aber auch eine Untersuchung aus Schweden an Elite-Soldaten. Nach einem harten Workout spricht ebenso nichts dagegen, Masturbation als eine Art aktiv/passive Regenerationsmaßnahme anzusehen.
FazitSelbstbefriedigung wirkt sich nachweislich nicht negativ auf die sportliche Leistungsfähigkeit ausStört Selbstbefriedigung den Muskelaufbau
Nachdem nun alle Sorgen bzgl. einer Verschlechterung der Leistungsfähigkeit durch Selbstbefriedigung entkräftet sind und wir erfahren haben, dass sich damit sogar das Aufkommen an Geschlechtshormonen erhöhen kann, gilt es eigentlich nur noch zu klären, ob uns Masturbation wichtige Kalorien raubt, die wir eigentlich für
Muskelaufbau dringend benötigen würden. Auch hier kann ich Entwarnung geben! Mythenbehaftete Aussagen eines Kalorienverbrauchs von 300 und mehr bei einem Orgasmus entsprechen nicht der Wahrheit. Auch die rein körperliche Aktivität fällt beim Masturbieren im Vergleich zu Geschlechtsverkehr oder Sport sehr gering aus, weshalb man keine zusätzliche Mahlzeit für jedes mal masturbieren einplanen muss, um nicht in ein kataboles Loch zu fallen.
FazitWenn überhaupt, beeinflusst Selbstbefriedigung den Muskelaufbau über ein Mehraufkommen an Gerschlechtshormonen sogar positivResümee
Selbstbefriedigung als Fitness-Sportler – WHY NOT
Quellen
Frank Sommer: Prävention der erektilen Dysfunktion durch gezieltes körperliches Training. In: Blickpunkt Der Mann. 1/2004
U.K.: Sport und die Geschlechtsfunktion des Mannes. In: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin. 11/2001
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