Einige von Euch haben vielleicht mitbekommen, dass sich mein Szeneauftritt Body-Coaches um ein Teammitglied aus dem Ausdauersport erweitert hat. In Zuge dessen habe ich meine eigenen Tätigkeiten in Sachen cardiopulmonales Training auch wieder einmal einer kritischen Betrachtungsweise unterzogen und habe festgestellt, dass ich eindeutig zu wenig mache. Zu wenig in diesem Fall nicht des Körperfettgehalts wegen, denn den habe ich auch über Krafttraining und Ernährung bestens im Griff ohne mich zusätzlich abzustrampeln, sondern rein um den Körper auf eine völlig andere Art zu belasten und eben zu „trainieren“
Über eine kompetente Person wie Viola Schulz für die Marathonläufe Standart sind und für die die ersten 5 km einer Laufstrecke das Warm-Up darstellen, lässt man sich auch als Kraftsport-Junky wie ich eher motivieren sich selbst einen kleinen Lochtritt in diese Richtung zu verpassen.
Meine Erfahrungen aus den ersten beiden Laufeinheiten nach langer „Cardio-Abstinenz“ möchte ich heute zum Besten geben.
Viel Spaß
Zielsetzung 5km
So wurde es mir vorgegeben. Unabhängig davon wie lange das Ganze dauern würde und wie viele Kilometer davon wir gehen statt laufen würden, haben wir uns auf den Weg gemacht. Ich war motiviert hatte aber dennoch den nötigen Respekt und habe mich darum auch ordentlich mit Wasser, Elektrolyten und etwas Protein vor dem Lauf versorgt. Es war heiß!!
Die ersten 2 Kilometer
Was für andere das „Anlaufen“ ist, waren für mich die ersten beiden schwierigen aber sehr interessanten Kilometer. Als unerfahrener Läufer mit einem hohen Grad austrainierter Typ II Fasern in den Beinen bemerkte ich schnell, wie die Schienbeine begannen zu brennen und sich in kurzer Zeit wirklich große Mengen Blut in den Oberschenkeln ansammelte.
Ein Rückenstreckertraining am Vortag verschaffte mir leichte Schwierigkeiten da sich ein doch leichter Muskelkater in diesem Bereich wie eine Verspannung anfühlte und es mir schwer machte aufrecht weiter zu laufen.
2 Tage zuvor trainierte ich meine Rückenmuskulatur und auch hier bemerkte ich, dass alleine schon das Anheben der Arme in der typischen Laufstellung genügt, um diesen Bereich der Rumpfmuskulatur zu beanspruchen.
Man ist auf den ersten beiden Kilometern dermaßen mit seinem Bewegungssystem beschäftigt das man gar nicht daran denkt ob das Herzkreislaufsystem auch schon Schwäche zeigt.
Fazit
Wer als Kraftsportler denkt, laufen würde ihm aufgrund der niedrigen Belastung auf den Körper keine Schwierigkeiten bereiten irrt sich.
Wer als Läufer denkt, es käme beim Laufen nicht darauf an seinen Oberkörper trainiert zu halten irrt sich ebenfalls
Kilometer 3-5
Nach etwa 2 Kilometern passiert etwas im Körper. Auch wenn ich es nicht als „Warm Up“ bezeichnen würde, lassen anfängliche Beschwerden des Bewegungssystems welche auf die Trainingseinheiten der Vortage und auf eine völlig falsche Muskelfaserausprägung und –typisierung zurückzuführen sind allmählich nach.
Die Frage nach dem aktuellen Kilometerstand: 2,5km Halbzeit! Während ich mit mir kämpfte, übte sich Viola im sog Lauf ABC neben mir und hatte sichtlich Spaß…. Welch eine Demütigung sag ich Euch.
Egal… ich machte das Ganze mit mir selbst aus. Der Kopf spielt eine riesen Rolle beim Laufen das konnte ich schon bei dieser kleinen Distanz wirklich eindeutig feststellen. Ich glaube (und lies mir das auch von Viola bestätigen) das der Kopf über Sieg und Niederlage entscheidet. Ich wollte es mir einfach beweisen und letztlich hat es dann auch funktioniert. Nach knapp 6 km und 40 Minuten auf freiem Feld in der prallen Sonne kann ich nicht sagen, dass ich mich schlecht gefühlt habe oder K.O. war.
Das Erstaunlichste aber:
Meine „Pumpe“ hat mich über diese für mich doch ungewohnte Distanz nicht wirklich limitiert. Zugegeben meine Atmung konnte man als vieles bezeichnen aber nicht als leise, dennoch hatte ich es im Griff und musste wirklich erst auf den letzten Metern damit kämpfen nicht zu gehen sondern zu laufen.
Fazit
Bodybuilder sind keine Läufer.
Falsche Ausprägung von Muskelfasertypen, ungewohnte muskuläre Belastungen, falsche Proportionen, zu dicke Oberschenkel um einen guten Laufstil zu pflegen und generell zu viel Muskelmasse die es gilt mit Sauerstoff zu versorgen erschweren uns Laufeinheiten.
ABER
Bodybuilder sind ehrgeizig und Sie sind Kämpfernaturen die es gewohnt sind den Kampf gegen sich selbst aufzunehmen. Ob man es glaubt oder nicht hat mir mein Lauftest bewiesen, dass sich hinter reinem Krafttraining doch zumindest ein kleiner Teil cardiopulmonalen Trainings verstecken muss denn sonst hätte ich diese Distanz nicht auf diese Art und Weise mit den wenigen Schwierigkeiten seitens des Herzkreislaufsystems überstanden.
Ich für mich überlege gerade, mir zumindest ein kleines Leistungsziel auch im Ausdauersport zu setzen, da ich davon überzeugt bin, dass nur Zielsetzungen wirklich animieren eine Sache dauerhaft zu verfolgen. Wer weiß wann ich Euch den ersten „Lauftest eines Nicht-Läufers“ aus meinem ersten 10 km Lauf präsentieren kann
Kommentare (1)
Muskelaufbau
July 16, 2013 21:53Klasse Blog Leute! Als webseitenbetreiber weiß ich wie viel Arbeit dahinter steckt! Nur solltet ihr mehr Möglichkeiten einbauen eure Artikel zu teilen! Nicht nur den Facebook like Button! Facebook-share, Twitter Tweet und vorallem den Google + Button! Auch eine mobile optimierte Seite ist sehr brauchbar! Mit dem Smartphone Artikel zu lesen ist sehr mühsam! Viele Grüße! Artur